Über mich

Mein Weg zu mir

Früherer Universitätsturm in Jena

Ich wurde 1970 in Jena geboren. Meine Mutter ging kurz nach meiner Geburt wieder arbeiten, sie war Psychologin. Mein Vater, Ingenieur bei Zeiss, nahm das Babyjahr. Ich verbrachte trotzdem Zeit in der Krippe, woran ich keine Erinnerung mehr habe. Von der 9. bis zur 12. Klasse war ich auf einer Spezialschule Mathe-Physik und wollte Mathematik studieren. Mathe und Sport (Leichtathletik) bestimmten meine Freizeit.


Aus Mathe wurde dann Jura, weil ich in der DDR in die Partei gemusst hätte, um nach dem Mathe-Studium an der Uni bleiben zu können. Das kam für mich nicht in Frage. Und Mathematiker waren im Zeiss-Betrieb das letzte Glied in der Kette, wie ich im Unterrichtsfach wissenschaftlich-praktische Arbeit erleben durfte. Da ich politisch interessiert war und mir damals eine reformierte DDR wünschte, entschied ich mich also für Jura.


Ich studierte Jura ab 1990 in Würzburg, Caen (Frankreich) und Berlin. Mit 26 wurde ich Rechtsanwalt in einer Rostocker Insolvenzkanzlei. Mit 29 gründete ich meine eigene Kanzlei in Jena und entschuldete 17 Jahre lang Privatpersonen und sanierte Unternehmen. Getragen war ich in dieser Zeit 14 Jahre lang von der Beziehung zu meiner Frau und der Familie, die wir gründeten. Unsere beiden Töchter wurden 2000 und 2004 geboren.

 

2016 beendete ich aus eigenem Entschluss meine Rechtsanwaltstätigkeit. Mit Immobilien hatte ich mir ein passives Einkommen aufgebaut, das mir diesen Schritt erleichterte.  Ich ging auf den Jakobsweg und ließ mich dann vom Hospiz-Verein in Jena zum Trauerbegleiter und Sterbegleiter ausbilden. Das war echte Herz-Nahrung für mich. Ich übte beide Tätigkeiten auch aus. Ich hatte zwei längere Sterbebegleitungen, die beide wieder gesund wurden.


Dazwischen war ich in Jena 12 Wochen lang in einer Tagesklinik mit dem Schwerpunkt Schema-Therapie (Verhaltens-, Tiefen- und Gestalttherapie). Ich war nach der Beendigung meiner Kanzlei in eine Sinn-Krise gerutscht und wurde leicht depressiv. Ich wusste nicht, was ich tun sollte: Etwas Nährendes für mich (was mir schwerfiel) oder etwas Nützliches für andere? Und was sollte ich jetzt beruflich machen? Ich lernte in der Tagesklinik vor allem eines: dass ich Bedürfnisse habe, diese haben darf und dass ich sogar selbst für ihre Befriedigung verantwortlich bin. Meine Entscheidungs-Not, was ich jetzt tun sollte, beendete eine Krankenschwester. Sie fragte mich: Was tut Ihnen denn gut?

 

Blick aufs Neue Rathaus Leipzig

Ich liebte es, Sprachen zu lernen und darüber in die Kultur des Landes einzutauchen. Also schrieb ich mich in Arabistik ein und studierte das 3 Semester lang. Ich kam wieder in Bewegung. 2018 erfuhr ich von einer Ausbildung zum gestalttherapeutischen Familienaufsteller in Leipzig. Meine Töchter waren jetzt 14 und 18 Jahre alt. Also zog ich nach Leipzig und machte diese Ausbildung bei Alexa Binder und Dr. Oliver Langner. Bei Helfried Lohmann lernte ich ein Jahr lang Tantra. Und drei Jahre lang fuhr ich einmal wöchentlich in die Gefühlsschule Berlin zu Martin Rubeau. Das alles war intensive, wertvolle Selbsterfahrung für mich und Vorbereitung für den nächsten Schritt zu mir:


Mitte 2020 erlebte ich meine erste Selbstbegegnung nach der Anliegen-Methode, das war etwas ganz Neues für mich. 2020/21 ließ ich mich von Bernd Schneider in der Anliegen-Methode der Identitätsorientierten  Psychotraumtherapie von Prof. Franz Ruppert ausbilden. Damit erlebe ich seither einen stetigen Durchbruch zu mir selbst. Ich mache monatlich 1-2 eigene Selbstbegegnungen und biete diese Methode seit einem Jahr als Therapeut in Gruppen (live und online) und im Einzelsetting an.

 

Bei Prof. Franz Ruppert und Godehart Hannig bilde ich mich fachlich regelmäßig fort und bekomme Supervision.